- - - 25. September 2017 - - -

Magie

Ein Wort, das viel auslöst. Aber leider auch schon recht abgenudelt. Da geht viel Kopfkino los und Schubladen werden geöffnet. Was ist sie aber wirklich und warum beschäftige ich mich schon bald 40 Jahre damit? Auf jeden Fall beschreibt es Zustände, Ereignisse, die außerhalb des Üblichen liegen und schwer aus den Zusammenhängen des Üblichen heraus zu erklären sind. Diese Definition

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- - - 25. September 2017 - - -

Verblendung

Liebe deutsche Leser/innen,

es ist kaum möglich an diesem Tag nach den Bundestagswahlen bei euch zum Tagesgeschäft überzugehen. Der Schock in eurem Land ist groß, weil eine rechtsradikale Partei ins Parlament gewählt wurde. 90 Bundestagsabgeordnete wird es also geben, die in den kommenden vier Jahren mit Regelbrüchen und Provokationen die Themen bestimmen werden. Wir hier in Österreich leben ja schon ziemlich lange mit so einem Phänomen. Ich bin sicher, dass es bei euch in Deutschland so schlimm wie bei uns nicht kommen wird. Dazu sind eure Rechtsradikalen politisch zu unerfahren, und es fehlt ihnen jemand wie seinerzeit bei uns Jörg Haider, der ein Verführer war und ein großes Talent hatte, Menschen in die Verblendung zu führen. Das ist eigentlich gar nicht so schwierig. Die Mechanismen kann man sich aneignen. Bei uns versucht das gerade ein Milchbubi, der von gewissenlosen Drahtziehern seiner Partei zu einer Art Messias aufgebaut wird. Der Typ ist zwar hohl wie ein Bambus, aber das spielt eben genau beim Akt der Verblendung keine Rolle. Wir sind hier alle in großer Sorge wohin das führen wird. Mich tröstet augenblicklich, dass Menschen ohne echtes Charisma, wie es bei unserem Bürschchen der Fall ist, das Spiel mit der Verblendung nicht lange durchhalten. Der Hype wird zusammenfallen wie ein Soufflé an der Zugluft. Die Frage ist, wieviel Schaden er bis dahin angerichtet haben wird. Bei euch in Deutschland geht es um anderes. Verblendung ist augenblicklich nicht euer Problem und wird es auch nicht werden. Wie die ARD gestern deutlich machte, haben 60 % der Menschen, welche die AfD gewählt haben, kein Interesse an den Inhalten dieser Partei und waren sich der Gefährlichkeit dieser Leute durchaus bewusst. Das bestätigt, was ich vorgestern schrieb. Danach neigen Menschen, die sich unfair behandelt fühlen dazu, eigenen Schaden in Kauf zu nehmen, wenn sie damit jemanden bestrafen können. Das ist wohl offensichtlich passiert. Das Gute daran ist, dass es eine Politisierung in der Gesellschaft nach sich ziehen wird, die es zu nutzen gilt. Wobei zu bedenken ist, dass Politisierung und Alarmismus nicht dasselbe sind. Also beruhigt euch wieder und macht euch daran, starke Konzepte zu entwickeln.

- - - 24. September 2017 - - -

Warum ich?

Ich kenne einen Mann, der ist sehr fleißig und freundlich. Aber auch sehr karrierebewusst. Geld war immer wichtig. Hat viel gearbeitet. Hat ein Haus gebaut, ein Traumhaus. Eine Familie gab es auch: Frau, drei Kinder. Bilderbuch. Dann kam alles anders. Die Unzufriedenheit seiner Frau mit diesem fassadenschönen Leben hat er lange nicht gesehen. Und als er es sehen musste, war sie weg, die Frau. Samt Kindern. Samt Traumhaus. Ein Klassiker.
Er hätte sein altes Leben gern wieder zurück. Der Jammer ist groß. Vor allem seine Kinder fehlen ihm.
Natürlich wird er sein altes Leben nicht zurückbekommen. Dafür sind

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- - - 22. September 2017 - - -

Wähler sind Lemminge?

In der Spieltheorie gibt es ein Experiment, in dem getestet wird, wie Menschen reagieren, wenn sie aufeinander angewiesen sind, weshalb Fairness ein wichtiger Faktor ist. Es besteht aus zwei Teilnehmern/innen, von denen einer hundert Euro zur Verfügung hat und der andere nichts. Aufgabe für die Person mit Geld ist, der anderen einen Betrag abzugeben. Aufgabe der anderen Person ist, dies zu akzeptieren oder nicht. Wenn sie den Betrag akzeptiert, bekommt sie ihn. Wenn sie ihn nicht akzeptiert, bekommen beide nichts, verliert auch der erste Teilnehmer sein Geld. Es geht um Fairness, wie ihr unschwer erkennen könnt. In den meisten Fällen gibt die Geldperson 30 Euro ab und die Empfangsperson akzeptiert. Soweit so gut. Eigentlich könnte man sagen, dass Person zwei alles ab 1 Euro akzeptieren könnte, denn es ist immer noch besser als nichts. Tut Person zwei aber fast nie. Sie folgt, so scheint es, einem Gefühl für Fairness, was sich darin zeigt, eben lieber gar nichts zu bekommen als ein schäbiges Angebot anzunehmen. Das dürfte uns alle nicht überraschen, denn dieses Gefühl für Fairness scheinen wir alle zu haben. (haben meine Hunde übrigens auch und das stimmt mit etlichen wissenschaftlichen Ergebnissen der Hundeforschung überein). Aber da gibt es noch etwas, und das sollte uns zu denken geben in diesen Zeiten von Dauerwahlkampf und dem sich veränderten Wählerverhalten, das sich immer niemand erklären kann, der dieses Experiment der Spieltheorie nicht kennt. Nun geht das Experiment nämlich weiter. Menschen sind, so das Ergebnis, auch bereit, draufzuzahlen und nicht nur auf einen Gewinn zu akzeptieren, wenn es darum geht, die andere beteiligte Person für ihre Ungerechtigkeit zu bestrafen. Im zweiten Durchgang wurde der Person, die ja oder nein zum abgegebenen Betrag sagen kann, gesagt, dass sie nicht nur nichts bekommt, sondern auch noch einen nennenswerten Betrag zahlen muss, wenn sie mit dem von der anderen Person gegebenen Betrag nicht einverstanden ist. Und zu aller Staunen und Überraschung haben es sich nicht wenige Personen etwas kosten lassen, den ungerechten Geber durch das eigene Nein zu bestrafen. Was das mit dem Wählerverhalten zu tun hat? Dieses Experiment sagt uns, dass Menschen tatsächlich bereit sind, etwas zum eigenen Schaden zu wählen, wenn sie damit jemand anderen bestrafen können, den sie als ungerecht empfinden. Und vielleicht habt ihr euch auch bisher gewundert, wieso Menschen, die es eigentlich besser wissen sollten, Parteien wie die AfD oder die FPÖ wählen. Du kannst ihnen noch so oft erklären, was das für Finsterlinge sind. Pah, das wissen die selbst doch auch. Sie wählen sie ganz bewusst, weil sie glauben, damit die anderen (Merkel, Schulz, die Grünen, Kern etc.) zu bestrafen, auch wenn wir dabei untergehen. Diese Finsterlinge wissen das und sind sich deshalb ihrer Sache sehr sicher. Und während ihr fleißig Aufklärungsarbeit betreibt, geben rechtschaffene Menschen Sätze von sich wie „ manchmal wünsche ich mir, dass alles im Chaos untergeht. Immer noch besser als das, was wir haben“. Und andere rechtschaffene Menschen stimmen zu. Ich bin übrigens die Person, die daneben steht mit Haaren, die zu Berge stehen. Geht bitte wählen und wählt nicht so einen hochgefährlichen Mist.