Beratungen

Ich bin Diplom-Sozialpädagogin (FH) in eigener Praxis und psychosystemische Essenzentherapeutin.In meiner Praxis biete ich folgende Beratungen an.

  • sozialpädagogische Beratung für Erwachsene
  • psychosystemische Essenzentherapie mit Schlangenberg-Essenzen
  • Klopftherapie, Empowerment
  • Intensivbegleitung über ein ganzes Wochenende (Blockarbeit)
  • Beratung via Skype und Telefon, jedoch nur in bestimmten Fällen. Anfragen jederzeit möglich

Was ist sozialpädagogische Beratung und wie unterscheidet sich diese von psychologischer Beratung und Psychotherapie?

Sozialpädagogische Beratung soll Menschen dabei unterstützen, in Bezug auf eine Frage oder ein Problem an Orientierung, Klarheit, Wissen, an Bearbeitungs- und Bewältigungskompetenzen zu gewinnen.

Die Interaktion richtet sich auf kognitive, emotionale und handelnde Problemlösung und -bewältigung von KlientenInnen oder Klientensystemen (Einzelpersonen, Familien, Gruppen, Organisationen) sowohl in lebenspraktischen Fragen wie auch in psychosozialen Konflikten und Krisen und erstreckt sich auf präventive, kurative und rehabilitative Aufgaben.

Häufig erhoffen sich Ratsuchende von professionellen HelferInnen einfache Ratschläge oder Anleitungen, um schwierige Situationen besser meistern zu können. Sozialpädagogische Beratung zielt jedoch auf die Förderung und (Wieder-)Herstellung der Bewältigungskompetenzen der Klienten selbst und ihrer sozialen Umwelt, ohne ihnen die eigentliche Problemlösung abnehmen zu wollen.

Sozialpädagogische Beratung ist wesentlich unklarer konturiert als therapeutische Beratungen, die ihren Kompetenzbereich unter Berufung auf theoretische Schulen inhaltlich bestimmen können. Das Themen- und Aufgabenspektrum sozialpädagogischer Beratung ist prinzipiell unbegrenzt. Alles, was im Alltag zum Problem werden kann, kann auch zum Thema sozialpädagogischer Beratung werden: von finanziellen Problemen über Schwierigkeiten, Eheprobleme bis hin zu Fragen der Sinnsuche. Die Komplexität möglicher Themen zwingt uns SozialpädagogInnen, sich im Beratungshandeln notfalls äußerst pragmatisch zu orientieren.

Sozialpädagogische Beratung ist wesentlich durch ihren Bezug auf den Alltag der KlientInnen gekennzeichnet, sie ist im Kern alltagsorientierte Beratung und weitaus näher an der konkreten Lebensrealität als Psychotherapie, hält sich nicht selten in eben dieser auf, wird mit dem alltagsweltlichen Belastungen weitaus direkter konfrontiert als psychologische Beratung.

Methoden und Vorgehensweise

Sozialpädagogische Beratung ist nicht – wie therapeutische Ansätze – von vorherein auf Reduktion angelegt, sondern beabsichtigt, der Komplexität von Alltag gerecht zu werden. Nicht festgelegt auf ein gelerntes oder trainiertes therapeutisch-beratendes  Konzept ist die sozialpädagogische Beratung auch offen für Beratungsmethoden oder Vorgehensweisen, die die klassischen Therapieformen und Beratungskonzepte aus Erziehung, Lernen alltäglicher Interaktion etc. übernommen und verabsolutiert haben. Methoden wie: aufmerksames aktives Zuhören, Problemannährung in zu bewältigenden Schritten, Schutz vor Überlastung, Übung, Reflexion von Vergangenem, Planung von Zukünftigem, Entspannung, Konfrontation mit Überlegungen zum Überdenken, Modellernen, Alternativen aufzeigen, Zusammenfassen, Anbieten von eigenen Interpretationen, unzensierte Ideensammlung, Provozieren etc., die in Therapie vereinzelt und zur formal dominierenden und bestimmenden Technik geworden sind, werden in der sozialpädagogischen Beratung auch angeboten.

Jedoch: nicht die Methode bestimmt den Verlauf der Beratung, sondern das Problem, der Gegenstand, die Lebensumstände bestimmen die Vorgehensweise. Methode wäre dann zu verstehen als Nahtstelle zwischen Erkenntnis des Problems, Handlungskonsequenzen und Zieldefinitionen.

Sozialpädagogische Beratung nutzt Methoden und Verfahren aus unterschiedlichen Konzepten von Veränderung und Hilfe, und geht eklektizistisch vor.
 Eklektizistisch: Aussuchen aus verschiedenen Quellen, Systemen und Stilen, jenes, was das Beste scheint oder bestehend aus dem, was aus unterschiedlichen Quellen, Systemen und Stilen ausgewählt ist. Der Begriff integrativ verdeutlicht hingegen, daß es sich hier nicht um ein wahlloses Zusammenstellen und Zusammenwürfeln einzelner methodischer Elemente geht, sondern um den Versuch einer geplanten und kontrollierten Kombination und Integration verschiedener Verfahren.

Literatur: Galuske: Methoden der Sozialen Arbeit – Eine Einführung. 1998. (S. 167–174)
© Volker Müller