- - - 21. Mai 2017 - - -

Von stolzen Emanzen und armen Frauen

Ein kleiner Bericht vom zweiten österreichischen Frauensalons Emanzenstolz. Wir waren 13 Frauen und unser Thema war Geld. Wie wir persönlich dazu stehen, wohin es führt, wenn Frauen zu sehr auf das Vorhandensein eines Ernährers setzen; es ging um die ungesicherten beruflichen Verhältnisse, die Frauen eingehen – weil sie es wollen, weil sie es müssen, weil sie keine Strategien kennen. Auch darum, wie sehr wir Frauen Geld mit moralischen Urteilen beschweren, ging es. Und wir kreisten um Gedanken, ob wir überhaupt auf die Politik setzen können, wenn wir etwas verändern wollen. Einige Frauen haben da so ihre starken Zweifel. Wir sind noch einmal darauf eingegangen, dass die hierarchische, patriarchale Gesellschaft mit ihren vertikalen Strukturen, die einer Pyramide ähnelt, die eine Sache ist und die Demokratie mit ihrer egalitären horizontalen Struktur etwas Anderes. Und dass nicht nur diese beiden oft vermischt gesehen werden, sondern wir dazu neigen, Personal und System miteinander zu verwechseln. Ich gehöre zu denen, die davon überzeugt sind, dass man der Politik auf die Nerven gehen muss, um etwas zu verändern. Aber wir werden mit der Zeit sehen, wohin es den Frauensalon treibt. Im September sehen wir uns wieder. Das Thema wird die Einsamkeit der Frauen sein.

- - - 4. Februar 2016 - - -

Was Leserinnen zum Lesestoff-Abo sagen:

Meine Güte, ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich finde, dass sich die Intensität dieses Forums/dieser Seite verdichtet. Kaum steht da ein fordernder Text, kommt der nächste. Tolle tiefgreifende Kommentare – ich muss meistens schon gegen Mittag schnell schauen, was sich so getan hat, am Abend noch mal. Unglaublich intensiv – im positiven Sinne – meist schaffe ich es nicht mehr, was Sinnvolles zu kommentieren, aber ich nehme super viel mit.

- - - 6. April 2015 - - -

Das Labyrinth an der Blauen Villa

Seit der Palmwoche 2015 gibt es wieder ein festes Labyrinth bei uns! Es ist wunderschön geworden.

Frauen legen ein Labyrinth aus Ziegelsteinen in die Wiese.
Hier sieht man die Erbauerinnen bei der Arbeit.
Sechs lachende Frauengesichter.
Und hier ein Selfie der Baumeisterinnen. Nach der erfolgreichen Bauarbeit aufgenommen.

Und hier nun, was die Frauen selbst zum Ereignis sagten. Zuerst Jackie (die anderen folgen):

da dachte ich, ich fahr mal eben los, nach bad gleichenberg zur frau aliti und bau ein labyrinth. wie cool ist das denn …

und dann passierte so viel mehr.

wunderbare, wilde weiber, jede auf ihre weise. wir alle völlig unterschiedlich und dennoch als team funktionierend, als wären wir ausgesucht worden.

körperlich schweres arbeiten in einer leichtigkeit und geschwindigkeit, die ihres gleichen sucht, getragen von gelächter.

und dann die innenschau, wertvolle erkenntnisse, die initiation mit den gaben der 13, der gang ins labyrinth, das verharren, das innehalten, das auflösen, das loslassen, das auferstehen.

ein meilenstein auf meinem weg. unvergesslich, unvergleichlich.

wow!

danke, angelika, danke, labyrinth, danke, leben.dafür steh ich mit meinem namen 😉

Kirsten hat auch geschrieben:

labyrinth

unbekannt angekommen
hingezogen,  hineingezogen
angezogen in gedanken
verloren – schrittweise

den weg suchen
den weg legen
den weg bauen
den weg gehen
den weg finden

vielen dank an euch alle für den gemeinsamen weg
vielen dank angelika für die gaben und den raum den du geöffnet hast

ein wunderbarer weg, den ich allen ans herz legen möchte, die noch
kommen und deren weg in diese richtung führt

Weitere Bilder

Ein Kreuz aus Ziegelsteinen liegt in einer Wiese, im Hintergrund eine Villa, im Vordergrund ein Messstab.
Der Anfang.
Ein Spaten sticht Erde aus. Ein Bein in einer blauen Hose steht daneben.
Jetzt wird eingegraben.
Frauen gehen durch das Labyrinth.
Der Probelauf

Und das sagt Iris:

Eine Wahnsinns-Erfahrung, so ein Labyrinth zu bauen, und dann auch der Gang hinein. Es war anstrengend, auf körperlicher und psychischer Ebene, mit einer tollen Rundumversorgung, super leckerem Essen, viel gegenseitiger Motivation von tollen Frauen und viel guter Laune.
Das war eins der beeindrucktensten Ereignisse, und hat sicher meinen Lebensweg und die Weise wie ich ihn weitergehe, nachhaltig verändert.
Vielen Dank für die tollen Tage, an die Mitbauerrinnen, und ein Riesendank an Angelika Aliti, dass ich dabei sein durfte. Ich freue mich schon unser wunderschönes Werk wiederzusehen, und auch wieder herein zu gehen.
Ich würde mich sehr freuen, wenn viele Menschen den Weg in dieses wundervolle Labyrinth finden.