- - - 21. Mai 2017 - - -

Von stolzen Emanzen und armen Frauen

Ein kleiner Bericht vom zweiten österreichischen Frauensalons Emanzenstolz. Wir waren 13 Frauen und unser Thema war Geld. Wie wir persönlich dazu stehen, wohin es führt, wenn Frauen zu sehr auf das Vorhandensein eines Ernährers setzen; es ging um die ungesicherten beruflichen Verhältnisse, die Frauen eingehen – weil sie es wollen, weil sie es müssen, weil sie keine Strategien kennen. Auch darum, wie sehr wir Frauen Geld mit moralischen Urteilen beschweren, ging es. Und wir kreisten um Gedanken, ob wir überhaupt auf die Politik setzen können, wenn wir etwas verändern wollen. Einige Frauen haben da so ihre starken Zweifel. Wir sind noch einmal darauf eingegangen, dass die hierarchische, patriarchale Gesellschaft mit ihren vertikalen Strukturen, die einer Pyramide ähnelt, die eine Sache ist und die Demokratie mit ihrer egalitären horizontalen Struktur etwas Anderes. Und dass nicht nur diese beiden oft vermischt gesehen werden, sondern wir dazu neigen, Personal und System miteinander zu verwechseln. Ich gehöre zu denen, die davon überzeugt sind, dass man der Politik auf die Nerven gehen muss, um etwas zu verändern. Aber wir werden mit der Zeit sehen, wohin es den Frauensalon treibt. Im September sehen wir uns wieder. Das Thema wird die Einsamkeit der Frauen sein.

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