- - - 8. November 2016 - - -

Das Kassandra-Projekt

Lesestoff Icon Delphine

Ein Perspektivwechsel – eine Reise 

Stimmen erinnern – höre sie flüstern, rufen, schreien

Wer weiß schon noch wer Tyche, Ariadne, Penthesilea, Medea, Kassandra, Klystämnestra und Elektra waren und welche Bedeutung sie für die Frauen in Europa bis auf den heutigen Tag haben. Wer weiß noch von dieser Gerichtsverhandlung, als zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit der Mord an einer Mutter ungesühnt blieb. Oder Ariadnes Verrat. Oder Medeas Verrat. Oder vom Kampf der mutigen Amazone Penthesilea gegen Achill. Warum die Furien seither machtlos wüten. Wer weiß, wie es wirklich war?

Wenn wir verstehen wollen, warum unsere Welt so ist wie sie heute ist, müssen wir in der Zeit zurückgehen. Bis dorthin, wo alles begann. Was wir dafür benötigen, ist ein Perspektivwechsel, damit wir die alten Mythen lesen lernen. Das ist ein Abenteuer eigener Art schrieb Christa Wolf damals vor zwanzig Jahren, als sie die Geschichten von Kassandra und Medea neu erzählte.

Zurück in die Zukunft 

Dazu möchte ich mit euch an die Stätten in Griechenland reisen, an denen alles geschah. Will euch die dunklen Jahrhunderte Europas erhellen, als wir Frauen unsere Freiheit verloren. Wir reisen zuerst nach Santorin, um der alten minoischen Kultur nahe zu sein. Dann geht es weiter nach Naxos, wo Ariadne begriff, dass sie eine verratene Verräterin war und zum Schluss auch noch über Korinth zum Palast von Mykene, den Zentren, wo die Geschichten von Medea, Kassandra, Klytämnestra und Elektra zusammenlaufen.

Warum zurück zur Vergangenheit? Ist denn nicht schon alles gesagt?

Eine Gesellschaft, die nicht weiß, wo sie herkommt, weiß nicht, wohin sie geht. Ohne Ausgangspunkt kein Ziel.  Was wir dabei in der Schule über die alten Mythen lernten, sind alte Propagandaberichte der Eroberer. Noch heute ist von einem König Minos die Rede, wenn von der alten kretischen Kultur erzählt wird. Nur, dass der erstens etwa 1200 Jahre alt geworden sein muss, wenn wir der Propaganda glauben und außerdem findet sich nirgendwo auf Kreta auch nur der kleinste Fund, der auf einen König in jener Zeit hinweisen würde, wohl aber gibt es Anlass anzunehmen, dass neun Priesterinnen die Geschicke der Insel lenkten.  Wollen wir Frauen also wissen, wohin wir wollen, müssen wir die alten Zeiten einem Perspektivwechsel unterziehen; müssen schauen, was für Geschichten entstehen, wenn sie aus Frauensicht erzählt werden. Wir müssen wissen, wie es dazu kommen konnte, dass wir nach Jahrtausenden endlich wieder frei sind, aber nichts mit unserer Freiheit anzufangen wissen. Auch haben wir die Pflicht, unseren Töchtern und Söhnen und unseren Enkelkindern davon zu erzählen, wer wir waren und wie wir wurden, wer wir sind. Wenn wir es nicht bewahren, tut es keiner.

Das Kassandra-Projekt

Kann es sein, dass sie uns etwas zu sagen haben? Sollten wir endlich Kassandra zuhören? Und Medea rehabilitieren? Und Elektra zur Verantwortung ziehen? Ich will die Arbeit Christa Wolfs aufgreifen und fortführen. Nennen wir es Arbeit an unserem geistigen und seelischen Fundament.

Die Reise

April bis 1. Mai 2017

Flug nach Santorin – Weiterreise mit der Fähre nach Naxos – Flug nach Athen – mit Mietbus nach Korinth und Mykene und zurück nach Athen – Heimflug. Auf Santorin bleiben wir am 24./25. April. Die Fahrt mit der Fähre nach Naxos dauert ca. 2 Stunden. Auf Naxos bleiben wir bis 29. April. (Bademöglichkeit!) und fliegen weiter nach Athen, wo wir einen kleinen Bus mieten. Die Fahrt nach Mykene dauert nur 1,5 Stunden. Wir übernachten nicht weit entfernt von Mykene am Meer und reisen am 1. Mai nach Athen zurück, um heimzufliegen.

Mietwagen und Hotels werden bereits vorher gebucht. Wir übernachten in guten, aber preiswerten Hotels.

Konditionen und Kosten

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