- - - 6. Januar 2020 - - -

Die Welt wird von uns Frauen gerettet oder sie wird nicht gerettet werden

Mein Problem sind nicht die Männer. Man muss sich zwar nur umschauen. Im Augenblick riecht es wieder penetrant nach Krieg, nach dem ganz großen Krieg. Und als ob das nicht schon genug wäre, riecht es auch nach einem zugrunde gerichteten Planeten. Und wo du hinschaust, wo du hingreifst, es sind diese verdammt machtgeilen, habgierigen, im Schöpfungswahn befindlichen Männer, die das betreiben. Nicht nur die mittlerweile schon berühmt gewordenen alten weißen Männer. Die jungen weißen Männer sind ebenso beteiligt. Und die alten und jungen schwarzen Männer wären es auch, wenn der alte weiße Mann sie nur ließe. Und die Bessermänner sind auch nicht besser. Also tun wir nicht so, als ob Rassismus das Problem wäre. Rassismus ist eines der Instrumente, die eingesetzt werden, um das Spiel der Allmacht zu spielen. Es ist nicht das einzige Instrument. Also Männer, alle Männer. Aber:

Nein, mein Problem sind nicht die Männer.

Mein Problem sind die Frauen.

Die sich ihrer Macht nicht bewusst sind. Die da mittun. Die wegschauen. Die diese Männer decken. Die ihnen dienen. Die im Windschatten dieser Männer ihre eigene Habgier und Macht pflegen. Die zu bequem, zu ängstlich, zu höflich, zu rücksichtsvoll, zu fantasielos, zu passiv, zu dumm, zu irrational, zu unaufmerksam, zu gedankenlos, zu angepasst sind, um diesem unheilvollen Treiben ein Ende zu bereiten. Die immer mindestens einen netten Mann kennen, weshalb sie leider, leider ihre Macht nicht ergreifen können. Als ob den Männern ein Harm angetan würde, wenn wir unsere Macht ergreifen. Als ob es nicht auch für Männer eine bessere Welt wäre, wenn wir unsere Macht endlich wieder ergreifen.

Ach, welche Macht denn. Sind wir nicht die Machtlosen und sie, die Männer, die an der Macht sind, machtgierig, verwerflich machtgierig, so wie wir Frauen doch auf keinen Fall sein wollen?

Was aber, wenn unsere Machtergreifung der Weg aus dem Alptraum Krieg und Zerstörung der Erde wäre?

Wir haben uns selbst das Bild der unterdrückten und machtlosen Frau erschaffen. Aber das ist eine Chimäre!

Wir sind die machtvollsten Menschen, wir Frauen.

Worin besteht sie also und wie erlangen wir sie (wieder)?

Frauen müssen einfach nur aufhören, mitzumachen!

Einfach?

Nicht einfach. Nein, es ist nicht einfach. Es geht auf Kosten von einem bequemen Lebensstil. Es kann einsam machen. Man muss mit Einschüchterung und Schlimmerem rechnen. Ganz abgesehen von inneren Kämpfen, denn wir sind darauf abgerichtet, dem männlichen Prinzip zu dienen. Das bekommt man ungefähr so schlecht in den Griff wie Alkohlsucht oder Depressionen.

Aber es gibt keinen anderen Weg.

Es ist an uns das zu verändern.

Wir Frauen sind die Schöpferinnen der Welt. Wir sind es, die Leben entstehen lassen. Ursächlich für dieses Wunder zu sein, das den gesamten unerklärlichen Zauber dieses Planeten ausmacht, ist eine unfassbare, grandiose Sache, was im krassesten Gegensatz dazu steht, wie in unserer Welt dieses Wunder und ihre Schöpferinnen behandelt werden.

Das ist ja nicht ohne Grund im Laufe der Jahrtausende so geworden. Die Verleugnung dieses Wunders und die Verachtung der Schöpferinnen der Welt ist die Grundlage dieser weltweiten Ausbeutung unseres Planeten.

Die Welt wird von uns Frauen gerettet oder sie wird nicht gerettet werden.

Die Welt braucht Mütterlichkeit, wenn sie nicht untergehen will.

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