- - - 5. Januar 2022 - - -

Es wird steil

In Wahrheit hat augenblicklich niemand eine Ahnung, was da auf uns zukommt. Alles, was wir mit Gewissheit sagen können, ist, dass da etwas auf uns zukommt, das völlig anders sein wird als der bisherige Verlauf der Pandemie. (Danke, Impfgegner/innen!)

Unsicherheitsfaktoren gibt es jede Menge, und zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Äußerungen von Fachleuten dazu geeignet, von den Impfgegnern missbraucht und für ihre eigenen, seltsamen Zwecke verdreht verwendet zu werden. Das macht die Sache nicht einfacher. Niemand kann derzeit vorhersagen, was sein wird und was genau wir tun sollten.

Wir haben also ratlose bis konfuse Regierungen, durchgeknallte Impfgegner/innen, eine große schweigende Mehrheit, die hofft, auch in Zukunft alles richtig zu machen und möglichst nicht im Krankenhaus zu landen, eine noch größere herzlose Mehrheit, die sich an die täglichen Todeszahlen gewöhnt hat und eine Virusvariante, die wahrscheinlich Fluch und Segen zugleich sein, auf jeden Fall aber massiv unser soziales, gesundheitliches und seelisches Leben überrollen wird. Leute, es wird steil werden. Es wird kompliziert werden. Vielleicht winkt uns am Ende eine Art von Freiheit. Die Frage ist, welchen Preis wir bereit sind zu zahlen für eine pandemielose, höchstens epidemische Welt, in der wir uns wieder bewegen können, frei atmen und beieinander sein mit Theater, Konzerten, Festivals und Gesang. Also jedenfalls die, welche die Pandemie überlebt haben.

Eines sollten wir auf jeden Fall wissen: die Leute, die wir heutzutage als Impfgegner/innen wahrnehmen, waren schon vorher zum Teil offen, zum Teil latent durchgeknallt. Ein kleiner Teil von ihnen war auch vorher gefährlich und gewaltbereit. Und sie werden es auch weiterhin sein. Nur dass sie sich einen neuen Aufhänger suchen werden, um ihre geglaubte Wirklichkeit einer Diktatur und Weltverschwörung ausleben zu können. Dieses Trara wird uns noch lange weiternerven wie ein spitzer Stein im Wanderschuh.

Wir anderen werden auch weiterhin versuchen unser Leben zu leben, unsere Probleme anzugehen, nach Lösungen für die großen Weltprobleme und persönlichen Schwierigkeiten zu suchen, unsere Familien zu lieben, unsere Freund/innen zu sehen und gute Pläne für die Zukunft zu machen.  

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