- - - 24. Juni 2017 - - -

Mein neues Leben

Vor einem Jahr beschloss ich, einen Teil meiner Seminartätigkeit in mein Heimatland Griechenland zu verlegen. Es war die Zeit, als meine älteste Tochter uns (mich und ihre jüngere Schwester) damit konfrontierte, aus der Blauen Villa wieder auszuziehen. Daraus ergab sich zuerst einmal der Plan, das gesamte Erdgeschoss für eine große Praxis für Ergotherapie und sozialpädagogische Beratung zu nutzen. Und im Zuge dessen kam auch der Gedanke nach Seminararbeit in Griechenland auf. Ich war sehr lange Zeit nicht mehr in meinem ersten Heimatland gewesen (ich habe genau genommen vier Heimatländer. 1. Griechenland. 2. Deutschland 3. Schweiz 4. Österreich) Inzwischen haben zwei Reisen sehr erfolgreich stattgefunden. Die erste ging im vergangenen Herbst nach Kreta in den Süden der Insel. Die zweite folgte im heurigen Frühjahr den Spuren mythischer Frauengestalten über Santorin nach Naxos und Mykene. Das vielerwähnte Kassandra-Projekt. Und nun steht – wieder für den Herbst – die dritte Reise an, die wieder nach Kreta geht, wenn auch an einen anderen Ort als die erste, nämlich nach Loutro, einem kleinen Ort, der nur über den Wasserweg zu erreichen ist. Mit jeder Reise werden es mehr Teilnehmerinnen. Die anstehende Reise nach Kreta im Oktober ist nun, mit 12 Teilnehmerinnen, dazu Valerie als meine Assistentin und mir ausgebucht. Die vierte – wieder – im Frühjahr ist bereits in der Planung. Sie wird uns von Kreta aus beginnend auf die Insel Kythira, von dort auf den Peloponnes mit Besuch in Mykene und weiter nach Delphi führen. Das ist quasi Kassandraprojekt II. Diese Seminarreisen haben mich völlig verändert. Was vor einem Jahr nur mal so ein reizvoller Gedanke war, hat in der Realisierung eine große Kraft entwickelt, die auch mir als der Veranstalterin ihre nährende, befreiende und beglückende Energie schenkt. Gleichzeitig haben die Seminare in diesem Sommer in der Blauen Villa auch eine neue Dynamik entfaltet. Jetzt, wo sie sich mit viel Platz im Erdgeschoss der Blauen Villa breitmachen können. Es ist so wunderbar, diese Sommerseminare hier abhalten zu dürfen. Mit eigener Küche, einer traumhaften Veranda und einem schönen großen Seminarraum in diesem großen hellen Haus. Für Griechenland wäre es im Sommer viel zu heiß und viel zu voll mit gestressten Menschen, die im Urlaub unbedingt ihre großen Erwartungen an ein gutes Leben umsetzen wollen. Da ist man in der kaiserlichen Idylle unseres kleinen Kurortes, in der österreichischen Sommerfrische,  besser aufgehoben, denn es geht ja um Seelenarbeit und Erkenntnisse, wozu eine unangestrengte Umgebung ja beinahe die Voraussetzung ist. Warum ich euch das erzähle? Weil ich mein Erstaunen darüber, wie konsequent, aber doch problemlos und leicht sich manche Veränderungen vollziehen, mit euch teilen möchte. Fünf Jahre nachdem ich den Schlangenberg aufgegeben habe, sind die schweren Zeiten, die mich seit 2010 niederdrückten und im Jahre 2012 beinahe zu Fall und um meine Existenz brachten, nun endgültig ausgestanden.

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