- - - 17. September 2020 - - -

Nun ist es soweit

Wir hatten alle gehofft, dass die Pandemie sich nicht im Herbst zur zweiten Welle aufbaut, aber es scheint so, dass die Rechnung für den Mangel an Solidarität nun wohl doch serviert wird.

Ich hoffe, alle sind vorbereitet, sofern es im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten liegt.

Für mich ist es hoffnungsvoll, dass wir besser ausgerüstet sind als im Frühjahr. Wir wissen viel mehr über das Virus und seine Gefahren. Und wir haben Masken und Desinfektionsmittel. Ich verharre weiterhin in Selbstisolation und gehe nur ausnahmsweise aus dem Haus. Blöd, aber es gibt Schlimmeres. Immerhin gehe ich mit den Hunden im Wald spazieren. Da sind wir ganz allein und Leinen- und Autotraining muss halt sein, wenn wir im Frühjahr vielleicht doch alle Doggies in den Bus packen können, um nach Naxos zu fahren. Wenn nicht im Frühjahr, dann im Herbst. 1600 km über Land. Na, das wird ein Abenteuer werden. Das zweite Abenteuer wird sein, mit sechs Hunden auf der Insel unterwegs zu sein.

Wir haben vorgeplant, damit die Praxis die Patienten auch weiterbetreuen kann, wenn sich die Welle wahrscheinlich noch so richtig bis Weihnachten aufbaut. Alle Patientinnen und Patienten sollen sicher sein, dass sie auf jeden Fall behandelt werden. Alle Mitarbeiterinnen sollen wissen, dass für ihren gesundheitlichen Schutz gesorgt wird und ihr Arbeitsplatz sicher ist.

Astrologisch gesehen wird es um die Weihnachtszeit den ersten großen Schritt in die Freiheit geben. Und im Frühjahr dann den endgültigen. Es kann nur der Impfstoff sein.

Bis dahin kann ich allen Leserinnen nur empfehlen, sich im Oktober sowohl gegen Grippe wie auch gegen Pneumokokken impfen zu lassen.

Warum?

Naja, zum einen wäre es wohl ein echter und leichtfertiger Todesstoß, wenn sich jemand gleichzeitig ein Grippevirus und Corona einfängt, was durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen liegt. Eventuell dadurch gekrönt, dass sich gern die böse Pneumokokke mit einer bakteriellen Lungenentzündung auf das Ganze draufsetzt. Und des Weiteren denke ich, dass es beruhigend ist, wenn man von vornherein den Grippeverdacht ausschließen kann, wenn es im Hals kratzt, Fieber hochschnellt und die Luft zum Atmen knapp wird. Wertvolle Zeit ginge verloren, bis man Gewissheit hat. Mal abgesehen davon, dass es ja wohl keinen idiotischeren Tod in Corona-Pandemiezeiten geben kann als sich vor dem Coronavirus geschützt zu haben, um an einem Grippevirus zu sterben.

Und nicht vergessen: beide Impfstoffe sind knapp bemessen. Augenblicklich warten in manchen Regionen in Deutschland Hochrisikopatienten bereits sechs Monate auf den Pneumo-Impfstoff. Geht in die Apotheke und bestellt das Zeug im voraus!

Den Impfgegnerinnen unter meinen Leserinnen wünsche ich an dieser Stelle viel Glück.

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