- - - 3. März 2019 - - -

Power sucht Frau

Sechs Jahreswochenenden zum Thema Handwerk der Magie

Nach langer Pause freue ich mich, wieder Seminare anzubieten. Nach ebenso langer Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, mein Wissen über Magie weiterzugeben. Das Thema Magie und Frauen zieht sich ja durch meine gesamte Arbeit. Es ist ein weiblicher Weg die Welt zu verändern. Eine Veränderung der Welt, so dass diese ein guter, sicherer und lebenswerter Platz für alle Frauen ist, erscheint mir notwendig. Dieser Anspruch hat natürlich etwas mit dem Thema Macht zu tun. Das ist ein schwieriges und emotional hoch aufgeladenes Gebiet. Die meisten Frauen haben noch heute Angst davor, intelligent, gebildet, wissend, unabhängig und wohlhabend, also mächtig zu sein. Mir liegt sehr daran, dass Frauen diese Angst verlieren. Mir liegt daran, dass Frauen Verantwortung übernehmen. Und mir liegt daran, dass Frauen wissen, was sie tun.
In fünf Wochenenden und einem einwöchigen Finale in Griechenland möchte ich euch das Handwerk der Magie nahebringen. Es ist vor allem Naturmagie, mit der wir uns beschäftigen werden.
Jedes Wochenende wird von einer bestimmten Blüte, einem bestimmten Symbol und einer bestimmten Farbe begleitet. Was die Farbe angeht, so wird darum gebeten, der Farbe entsprechende Kleidung zu tragen und „magische“ Gegenstände in eben dieser Farbe mitzubringen.
Die fünf Wochenenden finden in der Blauen Villa in Bad Gleichenberg statt. Zum Finale reisen wir auf die Insel Naxos, wo wir in den Stella Apartments direkt am Plaka-Strand wohnen werden.
Folgende Termine habe ich vorgesehen:
6./7. April, 25./26. Mai, 29./30. Juni, 24./25. August, 28./29. September und 25. Oktober bis 1. November 2019.
Wir treffen uns immer informell am Freitagabend zum Einstimmen und essen gemeinsam in der Delikaterie. Während des Wochenendes wird bei uns gekocht und gemeinsam gegessen.

Kosten:
Teilnahme 200,– Euro pro Wochenende und 500,– Euro für die Griechenlandwoche. Exklusive Übernachtung und Verpflegung.
Die Seminare stehen in einem inhaltlichen Zusammenhang. Wer nur eine einzelne Veranstaltung besuchen will, hätte wahrscheinlich Probleme, mitzuhalten.
Für Teilnehmerinnen, die alles vorab auf einmal zahlen, gibt es einen Rabatt von 250,– Euro.

1. Wochenende
Der Kreis – und Du im Zentrum

Einführung

  1. Die reine Theorie – Philosophie des Machbaren
  2. Das Konzept der Magie – die hermetischen Gesetze
  3. Magische Techniken
  4. Was sind Übungen? Wann darfst du und wann besser nicht?

Blüte: Hahnenfuß, Symbol: Lilith, Farbe: sonnengelb;
Motto: Die Welt kreisend bis zum äußersten Rand

2. Wochenende
Die Dunkelheit und das Mondlicht – Schutz und Abwehr

Blüte: Milchstern, Symbol: Göttin aller Göttinnen
Farbe: Silberblau
Motto: Mitgefühl, tiefe Einsicht, Erleichterung

3. Wochenende
Invokation und Evokation

Blüte: Ackerwitwe, Symbol: das Labyrinth, Farbe: grün
Motto: Richtiges Bitten und Nehmen

4. Wochenende
Intuition und anderes Gespür

Das Wollen – Frauen an die Macht
Blüte: Ackerwinde, Symbol: Die Himmelskönigin Astarte, Farbe: rot
Motto: Die Königin, die ihrem Volk dient

5. Wochenende
Die Verbindung zum Himmel – die Befreiung von Religion

Nackte Tatsachen – die Heilung der Erde
Blüte: Klee, Symbol: Erde, Farbe: orange
Motto: Mütterlich vom Leben getragen

6. Veranstaltung
Finale – eine Woche in Griechenland:

Grenzenloses Verströmen – ein Leib, ein Herz Der schwarze Schmetterling – Nein sagen können
Blüte: Rose, Symbol: Die Plejaden, Farbe: blau
Motto: aus eigener Kraft den Weg gehen

Veranstalterin:
Angelika Aliti, Ringstraße 2, 8344 Bad Gleichenberg/Österreich
aliti@schlangenberg.at, Tel. 0043-6766806659

- - - 2. Februar 2018 - - -

Mein Jahr 2018

Liebe Leserinnen, liebe Teilnehmerinnen, liebe Interessentinnen, liebe Freundinnen und Kolleginnen,

Jedes Jahr hat seine Eigenarten, seine Anforderungen und Herausforderungen. Keines ist wie die vorhergegangenen. Für mich kommt heuer eine Zeit ganz neuer Schwingungen. Es wird ein Jahr des Schreibens werden. Deshalb wird es in 2018 nur die beiden Griechenland-Seminare geben. (Die sind unverzichtbar!!). Dieses Jahr gehört dem neuen Buch. Sein Titel: Wer die Frauen kontrolliert, hat die Macht über die Welt – warum wir uns die Männer nicht mehr leisten können. Ihr seht, das wird keine leichte Kost. Darum fordert es die Köchin zu hundert Prozent. Es wird also keine Sommerseminare in der Blauen Villa geben. Seminare halten und Bücher schreiben – das lässt sich nicht vereinbaren. Für ersteres sind die Hirnareale aktiv, die man zur Organisation benötigt. Und fürs Schreiben kommt es nur auf Kreativität an, aus der man nicht herausgerissen werden darf. Über das Lesestoff-Abo bleiben wir aber auf jeden Fall weiter verbunden.

 

Herzlich

Eure Angelika Aliti

- - - 4. September 2017 - - -

Jahresprogramm 2018

 

Die Griechenlandseminare 2018

Immer im Frühjahr und Herbst gehe ich mit einer Gruppe eine Woche lang auf Seminarreise nach Griechenland. Warum Griechenland? Nun, es ist meine erste Heimat und ein Land von ganz besonderer Schönheit und Schwingung. Alle Teilnehmerinnen empfinden diese Seminarreisen als etwas ganz Besonderes. Und das mag an der Kombination liegen, dass ich den Teilnehmerinnen dieses Land auf meine Weise nahebringe. Und auch daran, dass wir Urlaubsgenuss mit der Intensität geistiger und seelischer Arbeit kombinieren. Die Gruppen wachsen auf der Herzensebene zusammen. Das Meer, dieses Licht, das Essen in den griechischen Tavernen, die Sonnenauf- und Untergänge, und dazu griechisches philótimo. Das ist the Greek Secret! Was Philótimo ist? Finde es heraus!

Wir fahren jedes Mal an einen anderen Ort. Und die Themen wechseln natürlich auch, obwohl immer die Frau, ihr Leben und Denken, ihr Wollen und Sehnen, der Kampf gegen ihre Dämonen und die Freude an ihrer Lebensfreude im Mittelpunkt steht.

Heuer reisen wir im Frühjahr aufs Festland, denn wir wollen die Stätten aufsuchen, an denen der Kampf gegen die Frauen tobte und die Herrschaft der Männer für die nächsten 3500 Jahre bis in unsere Zeit gefestigt wurde. Im Herbst werden wir entweder wieder ein besonderes Ziel auf Kreta aussuchen oder auch auf die Insel Naxos mit ihren langen Stränden und den einzigen echten Dünen des Mittelmeeres reisen. (Ich habe mich da noch nicht entschieden). Es lohnt sich, sich rechtzeitig anzumelden. Für die Frühjahrsreise sind nur noch zwei Plätze frei. Und auch für die Herbsreise sind nur noch drei Plätze zu vergeben.

Hier die Seminare und ihre Einzelheiten:

7. – 14. Mai 2018  (13 Plätze zu vergeben. Derzeit sind noch zwei Plätze frei)

Erkenne dich selbst – Das Geheimnis der alten Orakel

Nafplio – Mykene – Aegio – Delphi – Damouchari/Pilion

Es ist die zweite Reise des Kassandraprojekts!  An allen Aufenthaltsorten wohnen wir an den schönsten Stränden, so dass es neben der Seminararbeit auch noch ein wunderbares Urlaubsfeeling gibt. Ein Vorgeschmack auf den nächsten Sommer. Flugdestination ist Athen. Wir sind in komfortablen Mietwagen unterwegs.

Kosten: Das Seminar: 499,00 Euro pro Person. Reisekosten und Verpflegung extra

Hotel und Mietwagen, 7 Tage: 575,00 Euro

Während das Seminar von mir veranstaltet wird, organisieren Die Reisephilosophen den logistischen Teil der Reise.


26. Oktober – 2. November 2018  (13 Plätze zu vergeben. Ein Platz ist noch frei)

Walk on water!

Das Meer kennt nichts Überflüssiges – oder: Wie du lernst, alles in deiner Macht Stehende zu tun

Kreta/Plakias und Naxos. Wir besuchen Phaistos und Argiropoulis mit seinen Wasserfällen, die Strände von Ammoudi und Souda und machen einen Abstecher ins Dörfchen Kouses am Rande der Messara-Hochebene, um in kretischen Kräutern zu schwelgen. Und vielleicht fällt uns unterwegs wieder ein noch schönerer Strand oder ein weiterer besonderer Ort ein. Kretas Süden hat viel zu bieten. Mit dem Schiff fahren wir dann weiter und machen einen Abstecher auf die Insel Naxos mit ihren langen Stränden.

Kosten: 499,00 Euro. Reisekosten und Verpflegung extra

Kosten für Hotel und Inseltransport steht derzeit noch nicht fest.

Auch dieses Seminar wird von mir veranstaltet. Die Reise wird wieder logistisch von den Reisephilosophen organisiert. Dahinter verbirgt sich Susanne Kaissl-Liaras, die das Land wie kaum jemand kennt.

 

 

 

 

 

 

 

Das Kassandraprojekt

 

Zur Einstimmung:

Das Kassandra-Projekt

Erkenne dich selbst – die alten Orakel und ihr Geheimnis

Ein Perspektivwechsel – eine Reise –

Stimmen erinnern

Höre sie flüstern, rufen, schreien.

Wer weiß schon noch wer Tyche, Ariadne, Penthesilea, Medea, Kassandra, Klystämnestra und Elektra waren und welche Bedeutung sie für uns Frauen in Europa bis auf den heutigen Tag haben. Wer weiß noch von dieser Gerichtsverhandlung vor 3500 Jahren, als zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit der Mord an einer Mutter ungesühnt blieb. Oder Ariadnes Verrat. Oder Medeas Verrat. Oder vom Kampf der mutigen Amazone Penthesilea gegen Achill. Warum die Furien seither machtlos wüten. Wer weiß, wie es wirklich war? Und warum sollte das jemand heute noch wissen wollen?

Wenn wir verstehen wollen, warum unsere Welt so ist wie sie heute ist, müssen wir in der Zeit zurückgehen. Bis dorthin, wo alles begann. „Alles“ ist der Krieg als alltägliche Gewohnheit, die Unterwerfung der Frau, diese seltsame autoaggressive Handlung einer Spezies, die es bei keiner anderen Art gibt.

Was wir dafür benötigen, ist ein Perspektivwechsel, wenn wir die alten Mythen lesen lernen. Das ist ein Abenteuer eigener Art schrieb Christa Wolf damals vor zwanzig Jahren, als sie die Geschichten von Kassandra und Medea neu erzählte.

Warum eine Reise in die Vergangenheit? Das hat doch mit uns nichts mehr zu tun?

Eine Gesellschaft, die nicht weiß, wo sie herkommt, weiß nicht, wohin sie geht. Ohne Ausgangspunkt kein Ziel.  Was wir dabei in der Schule über die alten Mythen lernten, sind alte Propagandaberichte der Eroberer. Noch heute ist von einem König Minos die Rede, wenn von der alten kretischen Kultur erzählt wird. Nur, dass der erstens etwa 1200 Jahre alt geworden sein muss, wenn wir der Propaganda glauben und außerdem findet sich nirgendwo auf Kreta auch nur der kleinste Fund, der auf einen König in jener Zeit hinweisen würde, wohl aber gibt es Anlass anzunehmen, dass neun Priesterinnen die Geschicke der Insel lenkten.  Wollen wir Frauen also wissen, wohin wir wollen, müssen wir die alten Zeiten einem Perspektivwechsel unterziehen; müssen schauen, was für Geschichten entstehen, wenn sie aus Frauensicht erzählt werden. Wir müssen wissen, wie es dazu kommen konnte, dass wir heute nach Jahrtausenden endlich wieder frei sind, aber nichts mit unserer Freiheit anzufangen wissen. Auch haben wir die Pflicht, unseren Töchtern und Söhnen und unseren Enkelkindern davon zu erzählen, wer wir waren und wie wir wurden, wer wir sind. Wenn wir es nicht bewahren, tut es keiner.

Das Kassandra-Projekt

Kann es sein, dass sie uns etwas zu sagen haben? Sollten wir endlich Kassandra zuhören? Und Medea rehabilitieren? Und Elektra zur Verantwortung ziehen? Ich will die Arbeit Christa Wolfs aufgreifen und fortführen. Nennen wir es Arbeit an unserem geistigen und seelischen Fundament.

Wer waren diese Frauen?

Märchenfiguren aus erdachten Dramen, die sich einsame Dichter ausgedacht haben? Unwahrscheinlich. Menschen geben seit mehr als Menschengedenken weiter, was Menschen erlebt haben. Dass man damit ziemlich richtigliegt, hat allein schon Heinrich Schliemann bewiesen, der sich genau an die Beschreibungen in den alten Mythen hielt und sowohl Mykene wie auch Troja fand. (und nicht nur er) Wir haben überdies ziemlich gute Berichte über eine Zeit, die schon im Hellenismus tausend Jahre vorüber war, in der ganz offensichtlich das Leben dieser großen Frauen angesiedelt war und das in die Geschichtsschreibung als das „dunkle Jahrhundert v.Z.“ einging. Eine Zeit großer Naturkatastrophen und kriegerischer Invasionen von Völkern, die aus dem Norden kamen und heute bei den Archäologen Luwier genannt werden.

Warum die weibliche Sicht eine andere Wirklichkeit erschafft und weshalb die Entmachtung der Männer mein Ziel ist. Mögen sie uns Freund, Bruder, Geliebter und Gefährte sein. Unsere Söhne sind sie ja allemal. Jedoch niemals mehr unsere Herren. Die Welt in ihren Händen führt zu Krieg und Zerstörung. Für solche Gedanken wurde ich, seit ich denken kann, als radikal bezeichnet und mal bewundert, mal gemieden, auch bekämpft, lächerlich gemacht und ignoriert. Man lernt, damit zu leben. Wichtigster Teil meines Werkes jedoch war immer die Frage, was denn unserer, der Frauen Anteil an diesem männlich-hierarchischen Realitätsprinzip ist? Denn das ist für mich entscheidend. Das Kassandra-Projekt befasst sich genau mit dieser Frage. Was hast du getan, Mutter, Schwester, Tochter, Freundin, Geliebte, Gefährtin, dass es so kommen musste? So lautet die Frage an Ariadne, an Medea, an Kassandra, an Klytämnestra und Elektra. Dreieinhalbtausend Jahre später fragen wir das. Weil wir vielleicht mit der Rückkehr an diese Knotenpunkte der alten Angst erkennen können, was wir heute tun müssen.

Das Programm

Wir arbeiten jeden Tag zwei Stunden vormittags und zwei Stunden nachmittags konzentriert an unserem Thema. Der Rest des Tages gehört dem Genuss von gutem Essen, guten Gesprächen, viel Spaß, Sonne, Meer und dem gesamten griechischen savoir-vivre!

Du willst wissen, warum man Geheimnisse nicht ausplaudern sollte? Frag Ariadne!

Du willst wissen, warum Fernbeziehungen ungesund sind? Frag Klytämnestra!

Du willst wissen, ob es wirklich Amazonen gegeben hat? Frag Penthesilea!

Du willst wissen, warum Männer immer wieder Riesenprojekte in den Sand setzen? Frag Kassandra!

Du willst wissen, warum Männer überall bevorzugt werden? Frag Elektra!

Du willst wissen, warum Beziehungen scheitern? Frag Medea!

 

 

- - - 21. November 2016 - - -

Grazer Frauensalon Emanzenstolz

Abo-Icon

Es ist an der Zeit. Ich gründe den Grazer Frauensalon Emanzenstolz. Der Grazer Frauensalon Emanzenstolz lädt interessierte und interessante Frauen zum ideologiefreien Diskurs, zu Begegnung, zum Austausch und zu neuen politischen Entwürfen. Emanzenstolz ist parteiübergreifend und unabhängig. (FPÖ und deren Anhängerinnen sind jedoch ausdrücklich ausgeschlossen). Emanzenstolz ist ein feministischer Thinktank. Wir wollen gemeinsam genau hinschauen, gut zuhören, reichlich Gespür entwickeln. Und vor allem gemeinsam nachdenken. Hin und wieder laden wir uns einflussreiche Menschen aus Politik, Wirtschaft und anderen Bereichen der Gesellschaft ein, mit denen wir ins Gespräch kommen wollen. Und immer wieder werden wir veröffentlichen, was wir da ausgeheckt haben. Es ist an der Zeit.

Warum? Lange Zeit war es keine Frage mehr, sich zusammenzuschließen, um die Situation von Frauen in unserer Gesellschaft zu verändern und zu verbessern. Feminismus ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. So war mein Eindruck in den letzten Jahren. Aber nun stecken wir mitten in einem gesellschaftlichen Wandel, der sich gewaschen hat. Weltweit kommt etwas auf uns zu, dem unsere Gesellschaft mit zunehmender Hilflosigkeit begegnet. Die Rückkehr von Frauenfeindlichkeit ist ein Teil davon. Aber bei weitem nicht der einzige Rückschritt. Wir sind alle in Gefahr. Minderheiten sind in Gefahr. Unsere Demokratie ist in Gefahr. Es ist an der Zeit, dass wir emanzipierten, gebildeten, aktiv im Leben stehenden Frauen etwas dagegen tun, denn was sich da an Rassismus und Ressentiments zusammenbraut, wird nicht von allein verschwinden. Wir Frauen sind da ganz besonders gefragt, nicht nur, weil es eben auch gegen uns geht, sondern weil wir aufgrund unserer alltäglichen Erfahrungen in unserer Gesellschaft andere Sichtweisen entwickelt haben, die jetzt von Bedeutung sind, um unsere Welt gegen Hass, Dummheit und um sich greifende psychische Gewalt zu verteidigen. Ich halte es für falsch, sich jetzt in einen privaten Kokon zurückzuziehen. Ich halte es für falsch, zu schweigen. Ich halte es für falsch, sich herauszuhalten. Ich halte es für falsch, den Faschisten unsere Welt zu überlassen.

Der erste Grazer Frauensalon Emanzenstolz findet am 26. Jänner ab 19.00 Uhr statt. Wenn du eine Einladung erhalten möchtest, dann schreib mir. aliti@schlangenberg.at oder per PN auf facebook. Der Ort wird auf der Einladung bekanntgegeben. Jede eingeladene Frau darf ihrerseits zwei weitere Frauen bekanntgeben, die eingeladen werden möchten.

An alle Frauen, die nicht teilnehmen können, weil sie zu weit entfernt wohnen: Ich werde im kommenden Frühjahr einmal in die Schweiz und einmal nach Deutschland (wahrscheinlich Nürnberg oder Stuttgart) reisen, um an jeweils einem Wochenende gemeinsam mit anderen Frauen auszuarbeiten, was wir tun können, wie wir uns zusammenschließen können und wie es weitergehen soll.

Herzlich

Eure Angelika Aliti

- - - 8. November 2016 - - -

Das Kassandra-Projekt

Lesestoff Icon Delphine

Ein Perspektivwechsel – eine Reise 

Stimmen erinnern – höre sie flüstern, rufen, schreien

Wer weiß schon noch wer Tyche, Ariadne, Penthesilea, Medea, Kassandra, Klystämnestra und Elektra waren und welche Bedeutung sie für die Frauen in Europa bis auf den heutigen Tag haben. Wer weiß noch von dieser Gerichtsverhandlung, als zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit der Mord an einer Mutter ungesühnt blieb. Oder Ariadnes Verrat. Oder Medeas Verrat. Oder vom Kampf der mutigen Amazone Penthesilea gegen Achill. Warum die Furien seither machtlos wüten. Wer weiß, wie es wirklich war?

Wenn wir verstehen wollen, warum unsere Welt so ist wie sie heute ist, müssen wir in der Zeit zurückgehen. Bis dorthin, wo alles begann. Was wir dafür benötigen, ist ein Perspektivwechsel, damit wir die alten Mythen lesen lernen. Das ist ein Abenteuer eigener Art schrieb Christa Wolf damals vor zwanzig Jahren, als sie die Geschichten von Kassandra und Medea neu erzählte.

Zurück in die Zukunft 

Dazu möchte ich mit euch an die Stätten in Griechenland reisen, an denen alles geschah. Will euch die dunklen Jahrhunderte Europas erhellen, als wir Frauen unsere Freiheit verloren. Wir reisen zuerst nach Santorin, um der alten minoischen Kultur nahe zu sein. Dann geht es weiter nach Naxos, wo Ariadne begriff, dass sie eine verratene Verräterin war und zum Schluss auch noch über Korinth zum Palast von Mykene, den Zentren, wo die Geschichten von Medea, Kassandra, Klytämnestra und Elektra zusammenlaufen.

Warum zurück zur Vergangenheit? Ist denn nicht schon alles gesagt?

Eine Gesellschaft, die nicht weiß, wo sie herkommt, weiß nicht, wohin sie geht. Ohne Ausgangspunkt kein Ziel.  Was wir dabei in der Schule über die alten Mythen lernten, sind alte Propagandaberichte der Eroberer. Noch heute ist von einem König Minos die Rede, wenn von der alten kretischen Kultur erzählt wird. Nur, dass der erstens etwa 1200 Jahre alt geworden sein muss, wenn wir der Propaganda glauben und außerdem findet sich nirgendwo auf Kreta auch nur der kleinste Fund, der auf einen König in jener Zeit hinweisen würde, wohl aber gibt es Anlass anzunehmen, dass neun Priesterinnen die Geschicke der Insel lenkten.  Wollen wir Frauen also wissen, wohin wir wollen, müssen wir die alten Zeiten einem Perspektivwechsel unterziehen; müssen schauen, was für Geschichten entstehen, wenn sie aus Frauensicht erzählt werden. Wir müssen wissen, wie es dazu kommen konnte, dass wir nach Jahrtausenden endlich wieder frei sind, aber nichts mit unserer Freiheit anzufangen wissen. Auch haben wir die Pflicht, unseren Töchtern und Söhnen und unseren Enkelkindern davon zu erzählen, wer wir waren und wie wir wurden, wer wir sind. Wenn wir es nicht bewahren, tut es keiner.

Das Kassandra-Projekt

Kann es sein, dass sie uns etwas zu sagen haben? Sollten wir endlich Kassandra zuhören? Und Medea rehabilitieren? Und Elektra zur Verantwortung ziehen? Ich will die Arbeit Christa Wolfs aufgreifen und fortführen. Nennen wir es Arbeit an unserem geistigen und seelischen Fundament.

Die Reise

April bis 1. Mai 2017

Flug nach Santorin – Weiterreise mit der Fähre nach Naxos – Flug nach Athen – mit Mietbus nach Korinth und Mykene und zurück nach Athen – Heimflug. Auf Santorin bleiben wir am 24./25. April. Die Fahrt mit der Fähre nach Naxos dauert ca. 2 Stunden. Auf Naxos bleiben wir bis 29. April. (Bademöglichkeit!) und fliegen weiter nach Athen, wo wir einen kleinen Bus mieten. Die Fahrt nach Mykene dauert nur 1,5 Stunden. Wir übernachten nicht weit entfernt von Mykene am Meer und reisen am 1. Mai nach Athen zurück, um heimzufliegen.

Mietwagen und Hotels werden bereits vorher gebucht. Wir übernachten in guten, aber preiswerten Hotels.

Konditionen und Kosten

Stehen derzeit noch nicht fest